Das Lüneburgische Amt Klötze in der benachbarten Altmark umfasste die Stadt Klötze, Kakerbeck, Lockstedt, Trippigleben, Breitenfelde (zur Hälfte), Röwitz, Kusey, das herrschaftliche Vorwerk Dönitz, die Försterei Gansau sowie den Krug Kickeritz. Das Amt Klötze war eine lüneburgische Exklave, die vollkommen von Brandenburg umschlossen war. Seit dem 14. Jahrhundert gehörte es zum Fürstentum Lüneburg und im Jahr 1815 an Preußen abgetreten.

Das Amt Klötze im Ämteratlas des Fürstentums Lüneburg von Johannes Mellinger (erschienen um 1600)

Wenn also die lüneburgischen Klötzer Untertanen in die nächste größere lüneburgische Stadt fahren wollten, dann mussten sie nach Wittingen, das zum Amt Knesebeck gehörte. Brome gehörte rechtlich nicht zum Amt Knesebeck, sondern war das eigenständige adelige Gericht Brome.

Das Amt Knesebeck – Brome und Fahrenhorst waren eigenständige adelige Gerichte und fehlen somit in dieser Karte von Johannes Mellinger (um 1600)

In einem Schreiben aus Celle vom 14. August 1682 wurde den Eingessenen des Amt Klötze mitgeteilt, dass sie, wenn sie nach Wittingen wollten, nicht den drei Meilen langen Weg quer durch die brandenburgische Altmark nehmen durften. Vielmehr wurden sie angewiesen, den Weg nach Brome zu nehmen, der nur eine Meile durch brandenburgisches Gebiet führt.

Der Klötze Weg von Brome über Immekath ist heute noch bekannt.

Zu finden ist diese Verfügung im Original im Landesarchiv Sachsen-Anhalt in Magdeburg unter der Signatur Da 40, Nr. 78.