Nachdem die Gemeinde Wiswedel im Jahr 1911 eine Feuerspritze angeschafft und im Jahr 1912 ein Feuerwehrhaus gebaut hat, existierte wohl auch ab 1911 eine Freiwillige Feuerwehr. Allerdings sind schriftliche Unterlagen über die Freiwillige Feuerwehr Wiswedel zwischen 1913 und 1948 bislang nicht vorhanden.
Im Jahr 1949 berichtet die Wiswedeler Schulchronik über eine „Feuersbrunst“:
Feuersbrunst.
In der Nacht vom 11. zum 12. Juli 1949 brannte dem Bauern Martin Behne die auf dem Wirtschaftshofe gelegene Scheune, ein ziemlich baufälliges Gebäude, ab. Nur dem Umstand, das es eine windstille Nacht war, ist es zu verdanken, das die ebenso alten Nachbargebäude vom Feuer verschont blieben. Der Verdacht der Brandstiftung fiel auf einen Flüchtling, den bodenreformierten Bauern P. Heitzmann aus der Altmark, der im Hause Behne wohnt. Der Verdacht wurde aus dem Umstand hergeleitet, das Flüchtling u. Bauer nicht gerade freundschaftlich zu einander standen. Der Verdacht erwies sich als völlig grundlos. In der Scheune verbrannten eine neue Dreschmaschine u. andere wertvolle landwirtschaftliche Geräte. Wie man hört, soll der entstandene Schaden ausreichend durch Versicherung gedeckt sein.
Weil der Brunnen vor der Gastwirtschaft beim Löschen der Scheune nicht genug Wasser hergab, wurde vom Gemeinderat beschlossen, in der Nähe einen neuen bohren zu lassen. Bereits im Oktober 1949 wurde laut Isenhagener Kreisblatt an der Weggabelung Benitz-Voitze mit dem Brunnenbau begonnen.
Nach dem 2.Weltkrieg war nach Aussagen älterer Wiswedeler neben der Handdruckspritze auch eine Tragkraftspritze, TS-8 mit 2-Takt-Motor, vorhanden. Sie hatte jedoch erhebliche Startschwierigkeiten. Am Motor mussten häufig die Zündkerzen ausgewechselt und der Vergaser gereinigt werden.
In einer der Eichen neben dem Feuerwehrhaus war zum Schlauchtrocknen eine Rolle als Aufzug angebracht. Diese ist heute noch vorhanden.
Einige Männer von den in Wiswedel untergebrachten Flüchtlingsfamilien verstärkten zunächst die Mannschaft der Feuerwehr, zogen aber bald in andere Orte.
Am Teich in der Schweineweide wurde durch Befestigung der Böschung eine Wasserentnahmestelle eingerichtet.
Die Gemeinde Wiswedel beschaffte 1961 einen VW-Transporter als TSF-T und eine TS-8/8 von Metz mit VW-Motor.


Wegen Überalterung der Aktiven bekam die Ortswehr immer mehr Personalprobleme. Die Mindeststärke-Verordnung konnte nicht mehr erfüllt werden. Im Dezember 1974 lud das Kommando der Freiwilligen Feuerwehr Brome die Wiswedeler Kameraden zur Versammlung ins Gasthaus Wiswedel ein. Die Anwesenden der Freiwilligen Feuerwehr Wiswedel beschlossen der Ortswehr Brome beizutreten.
Zum 1. Januar 1975 wurden fünf Ehrenmitglieder, fünf Altersabteilung und acht Aktive aus Wiswedel in die Freiwillige Feuerwehr Brome aufgenommen.
Die Dienstbeteiligung war jedoch zu gering, so dass alle ab Januar 1977 „Fördernde Mitglieder“ der Bromer Wehr wurden. Die Freiwillige Feuerwehr Wiswedel wurde von der Samtgemeinde Brome aufgelöst und die vorhandene Ausrüstung und das Feuerwehrhaus der Freiwilligen Feuerwehr Brome übergeben.

Das Wiswedeler Tragkraftspritzenfahrzeug sollte verkauft werden. Es wurde der Samtgemeinde von den Bromer Feuerwehrkameraden abgekauft. Die damaligen Bromer Gerätewarte beseitigten alle Korrosionsschäden und bauten das TSF-T zum Mannschaftswagen um.
Ab August 1977 stand der Bromer Wehr ein neu lackierter VW-Bulli mit neun Sitzplätzen zur Verfügung. Das Fahrzeug wurde besonders von der Jugendfeuerwehr, aber auch vom Musikzug und den Aktiven benutzt. Weil die Samtgemeinde Brome sich nicht an einem Mannschaftswagen beteiligen wollte, wurden alle Betriebs- und Reparaturkosten aus der Kameradschaftskasse der Freiwilligen Feuerwehr Brome bezahlt. Nach zehn Jahren Dienstzeit in Brome bekam der VW-Bus keine TÜV-Plakette mehr. Die Reparaturkosten überstiegen den Zeitwert um ein Vielfaches und der Bulli mußte ausgemustert werden.
Im Feuerwehrhaus in Wiswedel wurde von der Feuerwehr Brome eine Zwischendecke eingezogen und das Tor regelmäßig gestrichen. Leider unterblieb seitens der Samtgemeinde Brome die bauliche Unterhaltung. Trotzdem konnten dort die Bromer Handdruckspritze von 1891 und die beiden ausgemusterten Feuerwehranhänger trocken und ohne Holzwurmbefall untergestellt werden.
Im Zuge der Dorferneuerung in Wiswedel erfolgte ab 2011 der Umbau des Feuerwehrhauses zum Gemeinschaftshaus.










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