Das Weiße Kreuz im Bockling

Das Weiße Kreuz (Foto: Jens Winter)

Tief im Bockling verborgen auf der Gemarkung Lessien steht das sogenannte Weiße Kreuz. Es steht im Gräflich von der Schulenburg-Wolfsburgschen Forst Bockling im Kreuzpunkt der Jagen 81/82 und 107/8 (Koordinaten nach GoogleMaps: +52.5879225, +10.7144329; bei Openstreetmap.org ist der Kreuzstein bei Eingabe der Koordinaten eingezeichnet). Auf dem neuen Sassenburger Geschichtspfad wird auf das Weiße Kreuz hingewiesen und auch der Weg dorthin ist beschrieben. Allerdings fehlen Schilder bis zum Standort!

Aufgestellt wurde das Weiße Kreuz an dieser Stelle im Bockling im Jahr 1570 auf Veranlassung des Gifhorner Hauptmanns Johann von Seggerden. Dort soll einmal ein Holzkreuz gestanden haben und das Amt Gifhorn sah das Kreuz als eine Grenzmarkierung an. Die von Bartensleben auf der Wolfsburg dagegen führten ein, dass es sich keineswegs um eine Grenzmarkierung handelte. Vielmehr wurde dort einmal ein Kramer erschlagen und zur Erinnerung wurde dann ein Holzkreuz aufgestellt. Dennoch sahen die beiden Ämter Gifhorn und Knesebeck diese Markierung als Grenzmarkierung an. Nur die von Bartensleben wollten sich dieser Interpretation nicht anschließen – und sie sollten sich damit auch durchsetzen. Der im Jahr 1737 etwas weiter nordwestliche stehende Drei-Ämter-Stein markiert die damals korrekte Grenze zwischen dem Amt Gifhorn, dem Amt Knesebeck und dem Gericht Wolfsburg,

Das Weiße Kreuz wurde aus sehr weichem Kalkstein gefertigt. Es ragt ca. 70 cm aus dem Boden und hat einen Durchmesser von ca. 60 cm. Auf beiden Seiten ist ein Tatzenkreuz eingehauen. Auf der Schmalseite ist das Kreuz etwa in der Mitte bis unten gespalten. Der Riss ist ca. 2 cm breit.

Über die Gründe für die Aufstellung des Kreuzes gibt es mehrere Sagen, die sicher später in diesem Blog noch wiedergegeben werden. Weitere Informationen zum Weißen Kreuz sind auf der Seite www.suehnekreuz.de zu finden.

Vorderseite des Weißen Kreuzes (Foto: Jens Winter)
Rückseite des Weißen Kreuzes (Foto: Jens Winter)
Spalt in der Mitte des Weißen Kreuzes (Foto: Jens Winter)

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