Das Jahrhundertprojekt Bromer Umgehungsstraße

Eine Umgehungsstraße für Brome wird bereits seit mindestens 92 Jahren geplant! In der Sitzung des Gemeinderates vom 03. April 1928 wurde mit 10 Neinstimmen gegen eine Jastimme beschlossen, dass der Flecken Brome für den Bau der Umgehungsstraße kein Grund und Boden gratis zur Verfügung stellt. Demnach wurde gab es bereits seit mindestens 1928 den Plan zum Bau einer Umgehungsstraße für die heutige B248. In den nächsten Jahren war dieses Thema zwar nicht mehr auf den Ratssitzungen präsent. Erst 1933 stand es wieder auf der Tagesordnung. Am 12. Mai 1933 beschloss die Fleckenvertretung „der Provinz zu empfehlen, anstatt den Ausbau einer Umgehungsstraße das am 26. Mai zur Zwangsversteigerung kommende Fritz Piepersche Grundstück […] zum Austausch für das Schlosser Jungesche Eckgrundstück, welches dann abgebrochen würde, anzukaufen“. Dieser neue Plan ist notwendig geworden, da das vorher für den Verlauf der Umgehungsstraße eingeplante Grundstück, die Gemeindewiese, nicht mehr in vollem Umfang zur Verfügung stand. Auf der Ratssitzung vom 20. Juni 1930 wurde nämlich beschlossen, die Gemeindewiese für den Bau einer Badeanstalt zur Verfügung zu stellen. Tatsächlich wurde der Bau der Badeanstalt auf dieser Wiese dann in der Ratssitzung vom 28. Februar 1933 auch beschlossen. Die Bromer Badeanstalt wurde im Sommer 1934 feierlich eröffnet. Der Plan mit der Umgehungsstraße war deshalb hinfällig. Als neuer Vorschlag sollte, wie in der Ratssitzung vom 12. Mai 1933 beschlossen, also das Haus des Schlossers Junge getauscht und dann abgebrochen werden, wie dem wiedergegebenen Beschluss des Fleckenrates zu entnehmen ist. Warum dieser Beschluss nicht umgesetzt wurde, ist bisher nicht bekannt.  

Dennoch wurde die Planung der Umgehungsstraße über die Gemeindewiese auch trotz der Fertigstellung der Badeanstalt in den folgenden Jahren weiter vorangetrieben. Am 4. März 1935 hob der Fleckenrat den Beschluss vom 3. April 1928 wieder aus: „Dem Landesbauamt in Celle soll mitgeteilt werden, daß die Gemeinde Brome zur Herstellung einer Umgehungsstraße den Grund und Boden des Gemeindeeigentums (Gemeindewiese) zur Verfügung stellt.“ Weiter verfolgt wurde dieser Plan dann allerdings nicht mehr.

Erst nach der deutschen Wiedervereinigung wurden die Pläne einer Umgehungsstraße für den Flecken Brome wieder aktuell. Jedoch soll die Umgehung nun im Süden von Brome verlaufen. Die Entwurfsplanungen sind bereits abgeschlossen. Wie es weiter geht, steht allerdings in den Sternen.

Die schwarze Linie zeigt den ungefähren Verlauf der ab 1928 geplanten Umgehungsstraße.

Informationen zum derzeit geplanten Verlauf der Umgehungsstraße sind zu finden bei der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr.

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